persönlicher Brief gleichen Inhalts an junge MdB

Bernhard Wedeking
Zum Hasenfeld 2
33154 Salzkotten
02955/747080
Bewedie@t-online.de

Dieser Brief in Form der E-mail erhielten mit  nahezu gleichem Inhalt Nadine Schön, Peter Aumer, Dorothee Bär,H. Wanderwitz, Reinhard Brandel, Steffen Bilger, Jens Spahn in Kopie Carsten Linnemann

MdB
Platz der Republik 1 11011 Berlin E-Mail: nadine.mueller@bundestag.de; nadine.schoen@wk.bundestag.de

30.08.2010
Sehr geehrte Frau Schön,
wie Sie auf Ihrer Homepage darstellen ist eines Ihrer Maxime als Politikerin auf Menschen zuzugehen und Schieflagen und Probleme in der Gesellschaft aufzuspüren und zu beheben.
Hier treffen Ihre Maxime und die meinigen zusammen. Lassen Sie uns gemeinsam die Probleme angehen. Ich erlaube mir daher auf den folgenden Seiten auf gravierende Probleme und Lösungsmöglichkeiten hinzuweisen. Ich bitte Sie sich den Text und die Links genau anzuschauen damit Sie, ich und die Mitglieder der Jungen Gruppe auf dem gleichen Informationsstand stehen.
Egal mit wem ich spreche – alle sehen, sicherlich auch Sie (selbst der Polizist vor dem Reichstag, mit dem wir uns am 12.04.2010 unterhielten, nachdem wir 622 Bücher „Die Geldlawine“ für alle 622 Abgeordnete, auch Ihres, in der Poststelle abgegeben haben), dass wir mit unserem jetzigen Wirtschaftssystem mit voller Wucht vor die Wand fahren – und zwar mit 100%iger Sicherheit. Wir alle wissen dieses, wollen aber noch nichts an dem Zustand ändern. Jeder versucht erst einmal seine Schäfchen ins Trockene zu bringen. Ist dieses überhaupt möglich? Was bedeutet Geld in Zukunft? Zu welchen Bedingungen können wir es retten?
Der MdB Frank Schäffler FDP, sagte in einem Interview mit Michael Mross vom April 2010 unerhört wahre Worte: http://www.youtube.com/watch?v=FawLtMZsJSs.
Er spricht vom eingebauten Selbstzerstörungsmechanismus unseres Geldsystems und der damit ver-bundenen Zinseszins-Exponentialfunktion. Warum musste er vor wenigen Wochen von seinem Amt als Obmann der Liberalen im Finanzausschuss zurücktreten? Weil er die Wahrheit sagte?
So wie unser gesamtes Weltwirtschaftssystem aufgebaut ist, wird es zwangsläufig zusammenbrechen – mit schrecklichsten Folgen, welche wir bereits erahnen können.
Im Film „Let’s Make Money“ spricht der Alternative Nobelpreisträger Hermann Scheer Klartext. Wenn Sie den Film nicht kennen, schauen Sie sich bitte die Trailer des Films hier an: http://www.youtube.com/watch?v=0tPGt2r6DPE .
Erwin Wagenhofer begleitete in dem Film Investmentbanker und Fondsmanager über mehrere Jahre durch die undurchsichtige Finanzwelt. Sein ernüchterndes Fazit: Alle haben die Krise kommen sehen – nur hat es keinen interessiert, solange die Rendite stimmte.
Die Dreharbeiten zu „Let’s make money“ führten Wagenhofer unter anderem in das Finanzzentrum London, auf den afrikanischen Kontinent, nach Indien, auf die Kanalinsel Jersey, in die Berge der Schweiz und an die Costa del Sol. Der Film zeigt deutlich: Wir erleben keine Finanzkrise, sondern eine Gesellschaftskrise – die wir mit unserem Geld beeinflussen können.
Auch müssen wir leider feststellen, dass die EU den Handlungsspielraum Deutschland immer weiter einengt. Mit dem „Gesetz zur Umsetzung steuerrechtlicher EU-Vorgaben aus 2009 z.B. sowie weiterer steuerrechtlicher Regelungen“ soll die Anpassung des deutschen Steuerrechtes erfolgen. Das war nicht das Ziel, welches die Gründerväter der europäischen Wirtschaftsunion vorsahen. Artikel 96 i.V.m. Arti-kel 98 Abs.1 gehört sofort aufgehoben.
Warum unterwirft sich Deutschland dem Diktat der EU? Wegen Pseudo-Exportleistungen, deren Last die anderen EU Partner zu tragen haben? Rüstungsexporte nach Griechenland?
Auch unser Gesundheitssystem ist Erneuerungsbedürftig. Vielleicht war es Ihnen ja vergönnt, sich den Film Sicko von Michael Moore / USA 2007 anzusehen.
http://www.rbb-online.de/filmzeit/filmzeit/genres/dokumentarfilm/sicko.html:
Was mich an diesen Film faszinierte, ist das anscheinend funktionierende Gesundheitssystem in Kana-da, Frankreich, England und Kuba. Hier in Deutschland sind wir auf dem besten Weg, die Fehler Ameri-kas 1:1 umzusetzen. Das Modell von Herrn Rösler beschleunigt es.
Es besteht Handlungsdruck auf allen Gebieten in Deutschland (siehe http://www.bandbreitenmodell.de/handlungsdruck und http://www.freitag.de/politik/1023-verlierer-des-jahrzehnts-die-mittelschichten.
Wir bewegen uns hier in Deutschland und Europa auf sehr dünnem Eis. Spätestens nach einer Wäh-rungsreform werden die Karten neu gemischt. Dann wird nichts mehr sein wie es vorher war: http://www.youtube.com/watch?v=_d8B8FnqU4I. Was soll dann ein privat vorgesorgter Anleger sagen wenn sein Kapital vernichtet wurde? Wovon soll er leben?
Selbst EU-Kommissar Baroso warnt bereits vor Bürgerkriegen in Europa.
http://www.dailymail.co.uk/news/worldnews/article-1286480/EU-chief-warns-democracy-disappear-Greece-Spain-Portugal.html.
Haben Sie, die Gruppe, oder die Politik eine Antwort auf die drängendsten Fragen der Zukunft? Gibt es noch ein Ausweg aus der Krise? Ja es gibt sie. Die Lösung heiß Bandbreitenmodell.de
In seinem Buch „ Die Geldlawine“ (liegt Ihnen bereits vor) zeigt der Autor Jörg Gastmann unter ande-rem mit dem Bandbreitenmodell auf wie die Lösung zu realisieren ist.
Wenn wir das Problem konsequent durchdenken, kommen wir zu dem Schluss, dass wir die Arbeits-welt umdrehen müssen. Wir brauchen ein Überangebot an gut bezahlten, sicheren Arbeitsplätzen. Nicht die Familien, sondern die Unternehmen müssen flexibel sein. Das ist auch möglich. Um die Arbeitslo-sigkeit zu beseitigen und Löhne zu steigern, muss man bei der Arbeit Angebot und Nachfrage ausglei-chen. Man muss also dafür sorgen, dass die Arbeitgeber möglichst so viele Arbeitsplätze besetzen müssen, wie Arbeitskräfte vorhanden sind. Wie erreicht man das?
– Die zusätzlichen Mitarbeiter müssen für alle Unternehmen existentiell wichtig sein.
– Was ist die Existenzgrundlage von Unternehmen? Ein möglichst hoher Umsatz/Marktanteil, um im Wettbewerb zu überleben.
– Wie erzielt man einen möglichst hohen Umsatz/Marktanteil? Vor allem durch möglichst niedrige Verkaufspreise.
– Wie kann der Gesetzgeber Einfluss auf die Verkaufspreise nehmen? Durch den Satz der Umsatzsteu-er.
– Wie kann der Gesetzgeber also Einfluss auf die Zahl der Beschäftigten nehmen? Indem er den Satz der Umsatzsteuer mit der Beschäftigungsintensität der der einzelnen Unternehmen verknüpft.
Diese Idee, des Umdrehen der Arbeitswelt wird im „Bandbreitenmodell.“ ausführlich dargestellt. Unter bandbreitenmodell.de/faq finden wir Antworten und die Erläuterungen. Und bandbreitenmo-dell.de/umsatzsteuereinnahmen.  zeigt auf, was wir sonst nirgends finden: Eine nachvollziehbare Berechnung, was bei diesem Modell herauskommt. Mit bandbreitenmdell.de/arbeitsplatzpraemiengesetz, Punkt 10, wird für abhängig Beschäftigte ein Arbeitsmarkt möglich, von dem wir nie zu träumen wagten.
Sollten Sie einwenden dass eine isolierte, nationale Umstellung unseres Systems ausschließlich auf die Umsatzsteuer zu einer drastischen Verteuerung zahlreicher Produkte sowie dramatischen Wettbe-werbsverzerrungen führen wird, schauen Sie sich bitte Antwort Nr. 15 unter http://www.bandbreitenmodell.de/faq an. Dort wird erklärt warum einige Produkte etwas teurer werden, warum dies auch beabsichtigt ist und warum im Gegenzug durch die erhöhte Kaufkraft diese Preissteige-rungen mehr als ausgeglichen werden.
Es wird nicht zu WettbewerbsVERzerrungen kommen, sondern zu WettbewerbsENTzerrungen.
Heute ist der Wettbewerb zugunsten großer, beschäftigungsarmer Unternehmen verzerrt. Kleinere und mittlere Unternehmen sind massiv benachteiligt, weil sie dem Diktat der Arbeitsplatzvernichtung man-gels Größe nicht folgen können. Wenn Sie darüber nachdenken, werden sie zugeben müssen, dass ein System, dass Arbeitnehmer vor allem als Kostenfaktor bekämpft, menschenfeindlich ist.
Im Bandbreitenmodell werden dagegen Anbieter, welche genügend Mitarbeiter beschäftigen, mit massiven Preisvorteilen belohnt. Stellschrauben zur Feinjustierung des Systems zeigt Antwort Nr. 13 unter http://www.bandbreitenmodell.de/faq. Hier ist die Kompetenz des Bundestags gefragt.
Personen mit einem niedrigen oder gar einem staatlichen Transfereinkommen und Rentner mit der Mindestrente werden durch den verteuerten Konsum nicht benachteiligt werden, da die kümmerlichen
staatlichen Transfereinkommen bei Einführung des BBM schon bald nicht mehr geben wird (siehe Ant-wort Nr. 15 unter http://www.bandbreitenmodell.de/faq).
Unternehmen werden u.a. Mitarbeiter, Studenten, Rentner etc. auf ihre Gehaltsliste setzen, welche im Unternehmen überhaupt nicht arbeiten müssen, weil sie für die Produktionsprozesse ohnehin nicht benötigt werden. Stattdessen erhalten sie ein Einkommen als „einzig mögliches Steuerabzugsmodell“, was für alle ein Vorteil wäre! Für die Unternehmen, die sich die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung einsparen und mit ihren Preisen konkurrenzfähig bleiben. Für die Angestellten, weil sie ihr Gehalt brutto für netto bekämen, was zudem die Kaufkraft im Land enorm steigern würde, und weil es kein Überangebot an konkurrierenden Bewerbern gä-be, die die Löhne drücken. Für den Staat, der die Sozialleistungen nicht mehr auszahlen müsste, von den Einsparungen bei der Verwaltung der Arbeitslosigkeit gar nicht zu reden!
Das ist der Sinn des BBM: Weg von der Gängelung durch den Staat und den Unternehmen/Arbeitgeber hin zu mündigen gleichberechtigten Partnern /Mitmenschen.
Ich weiß, Sie sind im Tagesgeschäft als Abgeordnete stark eingebunden und dennoch glaube ich dass Sie geistig so flexibel geblieben sind althergebrachtes Gedankengut, welches ja weltweit gelehrt wird, über Bord zu werfen und den Geist frei zu machen für neue Ideen. Bitte beschäftigen Sie sich daher intensiv mit dem Buch „Die Geldlawine“ von Jörg Gastmann und seinen Thesen des http://www.Bandbreitenmodell.de
Ich fände es gut, wenn ich auch Sie Frau Schön zu den Politikerinnen zählen darf, welche sich zumin-dest mit dem Thesen beschäftigen. In der CDU gibt es sicherlich viele weitere kluge Köpfe, welche man mit ins Boot ziehen könnte.
Deutschland braucht jetzt führende kreative Köpfe, welche bereit sind, sich vom Lobbyismus zu lösen und die den Kopf frei haben für neue Ideen zum Wohle der Gesellschaft, und nicht einer Klientel.
Kann ich auf Sie zählen? Ich hoffe auf mehr, als nur Schriftverkehr.
Sicherlich möchten Sie in Zukunft nicht wie Herr Dressler und H. Scholz (Rentengarantie) eingestehen dass Ihr jetziges Handeln ein Fehler war. Mir kann keiner der beiden erzählen er hätte damals nicht Bescheid gewusst. So betriebsblind kann man nicht sein.
Auch Sie werden in Zukunft nicht sagen können Sie hätten von all dem nichts gewusst. Wir die Bürger-initiative und ich informieren laufend Sie, die Abgeordneten und die Presse/Medien.
Ich fände es begrüßenswert, wenn Sie es einrichten könnten uns Bürger und den Autor zu einer Dis-kussionsrunde / Vortragsrunde nach Berlin einzuladen? Bei dieser Veranstaltung können und sollten allerdings weitere interessierte Personen vertreten sein. Eventuell die anderen Mitglieder?
Mit Carsten Linnemann CDU pflegen wir diesen Kontakt bereits.
Dieser Brief ist der Auftakt zu einer Parteiübergreifenden Aktion kluge Köpfe zusammenzubringen, um miteinander zukunftsfähige Politik zu gestalten. Wirtschaftliche Interessen verfolge ich keine.
Ebenfalls angeschrieben wurden / werden in dieser Angelegenheit derzeit:
Die Mitglieder der Jungen Gruppe, MdB Norbert Röttgen CDU, MdB Frank Schäffler FDP, MdB Marco Bülow SPD, MdB Volker Wissing FDP, MdB Steffen Kampeter CDU (als indirekter Vorsitzende des OAR Hubert Prahs, welcher unter dem GZ I A 2-Vw 319/0 : 001, DOK 2010/0572611 bereits Stellung bezogen hat.

In erwartungsvoller Hoffnung einer Nachricht von Ihnen
verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Bernhard Wedeking (CDU Salzkotten-Niederntudorf (NRW)

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